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Metanoia

Unter diesem Titel eröffnet am 18.08.2023 eine hybride Ausstellung in der Säulenhalle in Landsberg am Lech und lädt über drei Wochen, Besucher dazu ein, Gemälde, Gedichte und vor allem sich selbst in der Auseinandersetzung mit den Werken zu beobachten. Ein Teil der Kunstwerke entstand als Reaktion auf die Lyrik von Martina Türschmann, darunter scheinbar voneinander losgelöste Themen, die ich (Malgorzata Krystyna Schott) durch meine Interpretation zusammenbringe.

Eine Welt aus dunklen Farben und unscharfen Motiven, die immer wieder durch Licht und Klarheit durchbrochen wird. Konkrete wie abstrakte Motive auf Leinwand aber auch mehrere Installationen sind Teil der Ausstellung. Der Titel „Metanoia“ ist dabei nicht zufällig gewählt. Er ist stark inspiriert durch meine eigene Lebensgeschichte, in der ich mich in unterschiedlichsten Lebenslagen neu erfinden musste. Mein Leben, das im kommunistischen Polen begann und für mich viele Stationen und Rollen bereithalten sollte. Künstlerin, Mutter, Gastronomin, Fremde in einem anderem Land – nur wenige der Rollen, die ich die meiste Zeit meines Lebens parallel bedienen musste. Viele dieser Eindrücke scheinen durch die Bilder, trotzdem ist „Metanoia“ mehr als eine autobiografische Auseinandersetzung. Es ist vor allem der Appell dafür, dass wir uns den Fragen dieser unsteten Zeit stellen und neue Antworten finden müssen. Nicht selten, bedeutet das den Bruch mit Bekanntem und Bequemen, die einer inneren Umkehr vorausgehen müssen.


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